Draßburg

Die Europa-Gemeinde

Draßburg war in der Eisenzeit Teil des keltischen Königreiches Noricum, unter den Römern gehörte es zur Provinz Pannonia. Eine spätmittelalterliche Agrarkrise im burgenländisch-westungarischen Raum hatte die teilweise oder die vollkommene Verödung zahlreicher Ortschaften zu Folge. Um diese Ortschaften vor dem Aussterben zu retten, begann man diese mit Kroaten, welche aus dem Balkan von den Türken vertrieben wurden, zu besiedeln. Ein Großteil der Bevölkerung von Draßburg ist kroatischer Abstammung und legt großen Wert auf die Pflege ihrer Sprache. Kroatische Ortsbezeichnung Rasporak.

Geschichtlich bekannt wurde Draßburg 1933 durch den Fund der “Venus von Draßburg“, eine 9,5 cm große Gefäßscherbe aus der Jungsteinzeit.

Diese Hangsiedlung liegt im Naturpark Rosalia-Kogelberg und hat sich der Belebung und Weiterentwicklung der Tradition und des Brauchtums verschrieben. Bei der EU-Abstimmung votierten die Draßburger mit der prozentuell höchsten Stimmenzahl – daran erinnert heute der Europapark mit gleichnamigen Brunnen. Viele Kulturdenkmäler, wie das schwarze Kreuz, das anlässlich des Todes von Kaiserin Elisabeth errichtet wurde, zeugen von der bewegten Geschichte des Ortes. Am Erlebnisweg „Draßburg einst und jetzt“, können Interessierte die Vielzahl der Sehenswürdigkeiten entdecken.